Betrunkenen Fahrern in Dänemark wird das Auto weggenommen

Dänemark greift in Sachen Alkohol am Steuer nun deutlich durch. Denn ab 1. Juli dieses Jahres gibt es im deutschen Nachbarland drastische Strafen für betrunkene Autofahrer. Wer nämlich mit mindestens 2,0 Promille am Steuer erwischt wird, der ist nicht nur seinen Führerschein los. Vielmehr wird auch das Auto des Fahrers nicht nur beschlagnahmt, sondern sogar versteigert. Der Ertrag der Auktionen fließt in die dänische Staatskasse.

Jeder vierte Unfall mit Todesfolge im Rauschzustand

Zur Begründung sagte nun Dänemarks Justizministerin Karen Hækkerup laut Spiegel Online: „Wir mussten in letzter Zeit mitansehen, dass Unschuldige bei Unfällen schwer verletzt oder getötet wurden, weil rücksichtslose Autofahrer berauscht unterwegs waren. Deshalb setzen wir alles daran, solche Leute aus dem Verkehr zu ziehen.“ Von diesem Ende April vom dänischen Parlament verabschiedeten Gesetz werden übrigens auch Touristen nicht verschont. Zudem kann auch Fahrern unter Drogeneinfluss das Auto dauerhaft entzogen werden. Das Ministerium berichtete, dass jeder vierte Unfall mit Todesfolge darauf zurückzuführen ist, dass der Fahrer im Blut zu viel Alkohol, Drogen oder Medikamente vorweisen konnte. Dänemark hat sich das Ziel gesetzt, die Anzahl der Verkehrstoten drastisch zu senken. Vor zwei Jahren starben in dem Land 175 Menschen auf den Straßen.

Promille-Grenze bei 0,5

In Dänemark gilt wie in Deutschland sowie in den meisten anderen europäischen Ländern eine Grenze von 0,5 Promille für Autofahrer. Jedoch fallen die Strafen wesentlich höher aus in dem skandinavischen Land. Wer mit 0,5 Promille erwischt wird, muss mit einer Strafe von mindestens einem Monatsgehalt rechnen, während in Deutschland beispielsweise mindestens 500 Euro fällig sind. In Deutschland verlangten Politiker der Grünen und der Linken zuletzt eine 0,0-Promille-Grenze.