Intelligente KFZ-Maut gefordert

Dass eine Mautgebühr für PKW kommt, ist bekanntlich klar. Die Details will Verkehrsminister Alexander Dobrindt nach Informationen der Leipziger Volkszeitung spätestens in der ersten Juli-Woche vorstellen. Laut Informationen der Zeitung aus Regierungskreisen soll das Konzept fast fertig sein. Bereits jetzt fordern Städte und Gemeinden in Deutschland eine intelligente KFZ-Maut und keine sture Autobahnabgabe für die Autos.

Städte- und Gemeindebund: Wer viel fährt, zahlt auch viel

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg erklärte, dass sich die Infrastruktur der Verkehrsstraßen hierzulande mit gut 600.000 Kilometern Kommunalstraßen in einem derart schlechten Zustand befinde, dass eine LKW- und PKW-Maut langfristig nicht zu vermeiden sei. So hätten Studien aufgezeigt, dass bis zum Jahr 2020 allein schon für die Reparatur des kommunalen Straßennetzes bis zu 120 Milliarden Euro notwendig sind. Wie er der LVZ weiterhin sagte, sei es auch im europäischen Sinne sinnvoll, ein Finanzierungssystem der KFZ-Maut zu schaffen, das nach dem Verursacherprinzip funktioniert. „Wer viel fährt, zahlt auch viel.“

Konkretes Beispiel für sinnvolle KFZ-Maut

Hierbei nannte Landsberg auch ein konkretes Beispiel mit Blick auf die kommende KFZ-Maut. Wenn für einen Lastwagen die Benutzung der Straßen im Ballungsraum zwischen 17 und 20 Uhr wesentlich teurer sei als zu einem späteren Zeitraum, könne dies zu einem Entzerren der Verkehrsströme führen. „Aber es ist bedauerlich, dass sich in Deutschland die Mautdiskussion ausschließlich auf Autobahnen und Bundesstraßen beschränkt, obwohl dieses Netz nur etwas mehr als 50.000 Kilometer ausmacht, davon 16.000 Kilometer Autobahnen.“