Pkw-Maut in Deutschland ab Januar 2016

Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verkündete nun den Start der Pkw-Maut. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte der Minister: „Am 1. Januar 2016 wird die Pkw-Maut scharfgestellt.“ Deutsche Autofahrer können aber – zunächst – noch aufatmen. Denn an der Finanzierung der Kosten der deutschen Straßen werden dann zunächst einmal nur ausländische Autofahrer beteiligt.

Ausführliche Informationen zur Pkw-Maut noch vor der Sommerpause publik

Das detaillierte Konzept in Sachen der Pkw-Maut für die deutschen Autobahne soll noch vor der Sommerpause vorgestellt werden. Betroffen sind den bis jetzt vorliegenden Informationen zufolge auch alle vierspurigen Bundesstraßen. Darüber hinaus müssen auch die Lkws ab Oktober dieses Jahres Maut bezahlen, die kleiner als 7,5 Tonnen sind. Bislang gilt die Maut in Deutschland erst ab zwölf Tonnen auf Autobahnen und in etwa der Hälfte der vierspurigen Bundesstraßen. Ab Juli 2018 soll die Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ausgedehnt werden.

Kritische Stimmen zur Pkw-Maut

Dass die Pkw-Maut natürlich nicht auf viel Gegenliebe unter den Autofahrern stößt, dürfte klar sein. Allerdings gibt es in Sachen der Pkw-Maut kritische Stimmen, denn das Projekt in Deutschland ist umstritten. Denn mit der Tatsache, dass nur ausländische Fahrer zur Kasse gebeten werden sollen, verstößt der Plan von Dobrindt laut einigen Politikern gegen das EU-Verbot der Diskriminierung von Ausländern auf den Straßen. Dazu sagte beispielsweise der Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn: „In der Summe sind Dobrindts Pläne also das weit vor der Realisierung angekündigte Scheitern eines bayerischen Stammtisch-Themas.“ Dagegen erklärte der Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Ex-Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann: „Wir erwarten, dass deutsche Autofahrer mit der Pkw-Maut um keinen zusätzlichen Cent mehr belastet werden.“

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Von michael

Letze Änderung: 22. April 2016